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„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte."  Aus dem Talmud

Gedanken Lenkung

Wie du das Grübeln, das Sorgen und die negativen Gedanken leicht beenden kannst

Forscher haben festgestellt, dass negative und positive Gedanken im Gehirn in unterschiedlichen Regionen abgespeichert werden. Es ist ebenfalls erwiesen, dass, wenn man seinen Gedanken freien Lauf lässt und die Gedanken unbewusst ablaufen, die Tendenz in Richtung negative Gedanken geht und man leicht auf Gefahren und Probleme des Lebens abdriftet. Gerade Grübeln, Sorgen und jegliche negative Gedanken sind oftmals Denkprozesse, welch einem nicht zur Ruhe kommen lassen, die Stimmung verschlechtern und den Körper stressen. Wohlbefinden kann sich dabei nicht einstellen. Beim Grübeln kreisen die Gedanken um das gleiche Thema, wenn es nicht aktiv unterbrochen wird. Man dreht sich im Kreis ohne Ausweg, oftmals ein Denkprozess ohne Ende. Grübeln ist nicht aktiv ins Geschehen eingreifen, es ist ein passives Ausharren in dem negativen Gedankenkreis. Die Reflexion und das klassische Nachdenken sind konstruktiv, da es eine Suche nach Handlungsoptionen ist, nach Lösungsansätzen und die Verbesserung der Lage beinhalten. Beim Grübeln, Sorgen und bei Negativität gibt es keine Ausschau nach Lösungen, man ist vielmehr gefangen und festgefahren in den belastenden Gedanken. Dabei ist es meist nicht hilfreich zu versuchen, diese Art der Gedanken zu unterdrücken, besser ist es, die Gedanken bewusst in eine neue Richtung zu lenken. Wichtig ist zunächst mal sich selbst dabei zu ertappen, dass man grübelt oder sich sorgt. Anschließend soll dies absichtsvoll unterbrochen werden und man soll die eigenen Gedanken aktiv in eine neue Richtung lenken. Die folgenden Impulse und Anleitungen sind sowohl beim Grübeln, bei negativen Gedanken als auch bei Sorgen leicht anzuwenden und unterstützen, aus diesen Gedankenfallen aktiv und bewusst herauszutreten.

Die unterschiedlichen Denkarten kennen

Die Unterschiede zwischen Reflektieren, Nachdenken, Grübeln und Sorgen kennen und bei sich selbst erkennen, wo gerade die eigenen Gedanken unterwegs sind.
□ Reflektieren – Reflexion dient zur Gewinnung von Erkenntnissen. Durch Nachdenken verfolgt man die Absicht, etwas für sich zu begreifen und zu erkennen, was zuvor noch nicht klar war. Anschließend haben einem die reflektieren Gedanken weitergebracht.
□ Nachdenken – Das klassische Nachdenken ist stets zielgerichtet. Durch die gezielte Beschäftigung mit einem Thema verfolgt man die Absicht, zu Handlungsoptionen, Lösungen oder Verbesserungen zu gelangen. Meist nehmen die Gedanken eine zukunftsgerichtete Ausrichtung auf der Suche nach Ansätzen.
□ Grübeln – Beim Grübeln kreisen und wiederholen sich die Gedanken um das gleiche Thema, ohne ein konkretes gedankliches Ziel zu verfolgen. Oft sind es Gedanken über eine unveränderbare Situation, über Vergangenheit oder über Fehler. Oder man kreist um Fragen, wo es keine Antworten gibt, wie beispielsweise „warum musste es passieren?“
□ Sorgen – Das Sorgen ist ähnlich wie Grübeln, jedoch kreisen die Gedanken über die Zukunft. Es bezieht sich auf Ängste für künftige Ereignisse, oft als negative Fantasievorstellungen, die ohnehin meistens nicht eintreten werden.


Gedankenfallen wahrnehmen und bewusst aktiv eingreifen

Der erste Schritt, um sich zu befreien ist, das Grübeln oder Sorgen bei sich selbst zu erkennen und sich bewusst zu werden, dass man gerade grübelt oder sorgt. Um dieses Gedankenkarussell unterbrechen zu können ist es nötig, in die Beobachter Rolle zu wechseln, um zu sehen und zu erkennen, was jetzt im Gehirn die ganze Zeit vor sich geht. Der nächste Schritt ist sich klarzumachen, dass das Grübeln oder Sorgen rein gar nichts bringt, dass es einem keinen Millimeter weiterbringt und somit es jetzt gar keinen Sinn hat, damit weiterzumachen. Konkret bedeutet es, dass man die bisherige eigene passive Rolle, wo man zulässt, dass die Gedanken in ihrem freien Lauf sich im Kreis drehen, verlässt und aktiv ins Geschehen eingreift und sich bewusst fürs Unterbrechen entscheidet. Diese Unterbrechung des Grübelns, Sorgens oder der negativen Gedanken ist eine aktive Entscheidung in einer bewussten aktiven verantwortungsvollen Rolle. Es ist jetzt die Chance da, sich für eine andere Art des Denkens zu entscheiden.

Gedanken lenken durch kognitive Umstrukturierung

Nach diesem Stoppen des Gedankenstroms, um nicht wieder zum Grübeln und Sorgen zurückzukehren, bedarf es jetzt eine aktive und bewusste Lenkung der Gedanken in eine neue gewünschte Richtung. Dieser Vorgang nennt sich eine kognitive Umstrukturierung. Konkret bedeutet dies, einen Perspektivenwechsel zu vollziehen von Grübeln, Sorgen und Negativem weg hin zu einer neuen Form des Denkens. Somit wechseln wir dabei zu einer zielgerichteten bewussten Lenkung der Gedanken. Dabei können wir selbst wählen, in welche neue Richtung die Gedanken gehen sollen.

Die neue Richtung der Gedanken

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wohin unsere Aufmerksamkeit und unser Denken sich bewusst und zielgerichtet bewegen kann. Jede neue Richtung ist besser als zum Grübeln oder Sorgen zurückzukehren. Ich möchte hier einige Möglichkeiten aufzählen, wohin die Gedanken gelenkt werden können. Dabei kann jeder selbst etwas Passendes für sich selbst auswählen.
□ Erkenntnisse durch Reflektion: die Wozu-Frage stellen, statt die Warum-Frage. Wenig hilfreich ist „Warum ist es passiert?“, besser ist „Wozu ist es passiert?“. Sprich, was habe ich aus der Erfahrung gelernt? Wie hilft mir diese Situation oder dieses Ereignis im Leben weiter? Die Wozu-Frage sucht nach den Erkenntnissen und dem Lehrreichen in dem Ereignis und ist somit hoffnungsvoller und lebensbejahender.
□ Fokus auf das Gute im Schlechten: in jedem Ereignis verbirgt sich auch etwas Wertvolles. Egal wie schlimm die Sache aussieht, es lohnt sich nach etwas positivem darin Ausschau zu halten. Wo es Nachteile gibt, gibt es sicherlich auch einen Vorteil. So lässt sich dem Ereignis etwas Positives abgewinnen.
□ Aktive Selbstinitiative: ein konstruktives Nachdenken über die eigenen Handlungsoptionen, was man selbst tun, selbst verändern oder selbst verbessern kann, führt zu den Ansätzen, die einem weiterbringen. Es entstehen Lösungen im Denken und im Handeln.
□ Visualisierung der Zukunft: konstruktiv über eine optimale und gewünschte Zukunft nachdenken. Die best-case-scenarios visualisieren, statt der worst-case. Mögliche und selbstbeeinflussbare Ziele für die gewünschte Zukunft ableiten und einen ersten Schritt für die Erreichung der Ziele festlegen.
□ Abstand durch Ablenkung: manchmal kann es hilfreich sein, das Thema mal reifen zu lassen, wenn man ohnehin nicht weiterkommt. Dann ist Abstand gewinnen durch bewusste Ablenkung angesagt. Ablenkung findet man durch Beschäftigung, Sport, Lieblingshobby oder körperliche Aktivität, wo man voll bei der Sache ist.
□ Dankbarkeit: sich bewusst zu machen, dass es neben der einen Sorge, sehr viel Gutes gibt, was ebenfalls geschieht. Die eigenen Gedanken auf die schönen Aspekte des Lebens zu lenken um absichtsvoll Dankbarkeit zu kultivieren ist ein wertvoller Ansatz.
□ Zielausrichtung im Hier und Jetzt: was ist einem jetzt wichtiger als grübeln oder sorgen. Wo liegen die eigenen Prioritäten und die eigenen Ziele für das Hier und Jetzt. Den Wunsch zu formulieren, sich wohl und zufrieden zu fühlen, und dabei überlegen, was man jetzt konkret tun kann, um sich besser und gut zu fühlen.
□ Unterstützung durch Tagebuch: das Tagebuch und das Schreiben können helfen, um die eigenen Gedanken vom Kopf aufs Papier zu bringen. Dabei ist allerdings wichtig, verständnisvoll über sich selbst und über die möglichen Lösungen zu schreiben, nicht über das Drama.
□ Unterstützung von außen: ein Außenstehender, ob Profi oder Kumpel, kann hilfreich sein, um neue Sichtweisen einzubringen und sich über neue Ideen und mögliche Vorgehensweisen gemeinsam auszutauschen.


The Best Possible Self Intervention

Die Methode der bestmöglichen Selbstbeeinflussung ist besonders hilfreich, statt zu sorgen, sich konstruktiv und positiv mit der Zukunft auseinander zu setzen. Bei dieser Methode geht es darum, über die Zukunft nachzudenken und die eigenen Wunschvorstellungen über jeden Bereich des eigenen Lebens zu visualisieren und am besten auch aufs Papier zu bringen. Wie sieht die eigene optimale berufliche Zukunft aus, wie die erfüllendste Freizeitbeschäftigung, wie die optimale körperliche und geistige Gesundheit, usw. Dieser Ansatz verbessert nicht nur die Stimmung, sondern lenkt die Gedanken in eine zuversichtliche Richtung und erschafft einen optimistischen Wegweiser für die Gestaltung des eigenen Lebens.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass wir eine aktive und gestaltende Rolle bei der Lenkung unserer Gedanken jederzeit einnehmen können. Statt den Gedanken ihren freien Lauf zu lassen und unbewusst, ja passiv es geschehen zu lassen, können wir eingreifen und eine neue Richtung des Denkens selbst beeinflussen und wählen. Und je öfter wir es tun, umso leichter gelingt es. Unser Gehirn ist dank Plastizität sehr gut lernfähig und kann sich gut neu organisieren. So können wir selbst beeinflussen, welche Gedankenmuster und Gedankengewohnheiten verstärkt werden sollen. Neue Denkweisen können alle Bereiche unseres Lebens verändern. Es lohnt sich, die eigenen Gedanken mal unter die Lupe zu nehmen und in die gewünschte Richtung zu lenken.

Ich hoffe sehr, dieser Artikel hat dich inspiriert und angeregt, die Lenkung deiner Gedanken in eine optimistische und positive Richtung zu beeinflussen und damit die konstruktiven Gedankengewohnheiten zu stärken.

Von Herzen gegrüßt
Deine Edith

DI Dr. Edith Dusch

Edith Dusch

Meine Intention ist es, andere Menschen für ihr persönliches Wachstum zu begeistern und sie darin zu unterstützen. Mein Wirken soll einen Raum öffnen, wo jeder zur Entfaltung und zum Aufblühen inspiriert wird. Es ist mein größter Wunsch, dass alle Menschen in eine positive Energie und in eine erfüllende Beziehung zu sich selbst und zu anderen Menschen kommen. Ich bin Unternehmensberaterin, Trainerin, Coach und Autorin für persönliche Entwicklung, für Leadership, für Resilienz und Lebenskraft und für den individuellen Erfolgsweg.

Tipp

Um dieses Thema zu vertiefen, freue mich auf deine Kontaktaufnahme für ein persönliches Coachinggespräch, weiters findest du Möglichkeiten der persönlichen Weiterbildung unter meinem Link Termine

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